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Kontext
Jede Schule agiert in einem spezifischen Kontext, der Handeln und Entscheidungen prägt. Einblick in die Profile der Lernenden, häusliches und elterliches Umfeld, Schulleitung, Erfahrungen und Zusammensetzung des Personals sowie die Verwaltung ist entscheidend, um eine Schule wirklich zu verstehen. Bei (Selbst‑)Evaluationen sollten Inspektionen, Schulentwicklungsberatung, Leitung und Mitarbeitende stets den Kontext berücksichtigen.
Unter „Kontext“ verstehen wir u. a.:
- Verwaltungs‑/Strukturmerkmale und (pädagogische) Schulkultur
- Sozioökonomische und andere Merkmale des Einzugsgebiets (z. B. großstädtisch oder ländlich, Deprivation, kulturelle Vielfalt, Sprachprofile)
- Verfügbare Ressourcen (z. B. Finanzen, Gebäude, Ausstattung, Zugang zu Kultur‑, Sport‑ und anderen Angeboten, Partnerschaften in der Gemeinde, Unterstützungsdienste)
- Rechtlicher Rahmen und geltende Regelungen
- Informationen über Eltern‑/Erziehungsberechtigte und häusliches Umfeld (z. B. sozioökonomische/kulturelle Merkmale, Zugang zu Technik für häusliches Lernen, Familiensprache[n], elterliche Mitwirkung)
- Profil von Leitung und Governance (Zusammensetzung, Berufserfahrung)
Führung und Qualitätsentwicklung
Führung bedeutet mehr als Verwaltung: Sie führt die Schulgemeinschaft zu einer gemeinsamen Vision, definiert Grundwerte und inspiriert Mitarbeitende, zu reflektieren, Herausforderungen anzunehmen und kontinuierliche Verbesserung voranzutreiben. Wirksame, inklusionsorientierte Führung ist zentral für eine Schulkultur, die auf Gerechtigkeit beruht.


Inklusives Schulklima
Ein tragfähiges Klima ist entscheidend, damit alle Lernenden sich sicher fühlen, dazugehörig sind und sich – unabhängig von Herkunft und persönlichen Lebenslagen – entfalten können. Dafür identifizieren Schulen Lern‑ und Entwicklungsbarrieren und stellen passende Unterstützung bereit, um Benachteiligungen zu überbrücken. Reflexionsfragen helfen, den Grad an Inklusivität von Umfeld und Ethos zu prüfen.

Inklusive Unterrichtspraxis
Lernende und ihre Bedürfnisse zu kennen ist die Grundlage, um ganzheitliche Lerngelegenheiten zu planen, ambitionierte, aber erreichbare Ziele zu setzen und sinnstiftend zu fördern. Das umfasst eine sichere Klassenumgebung, in der Fehler erlaubt sind, sowie ein Repertoire geeigneter Lehr‑, Lern‑ und Beurteilungsansätze, die Lernende aktiv einbinden. Wirksames Feedback ist zentral, um Lernfortschritte zu stimulieren.



